DER DENKRAUM

DER DENKRAUM

Macht, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im KI Zeitalter

Krieg und Frieden

Krieg und Frieden

Drei Kriege toben 2026: Ukraine, Iran, Gaza. Aber wissen wir eigentlich, wie Frieden funktioniert? Ich schaue auf sechs Kriege der letzten 400 Jahre und finde sieben Prinzipien, die bestimmen, ob ein Frieden hält oder zerbricht. Vom Prager Fenstersturz 1618 bis zum Fall von Saigon 1975. Dieses Thema ist für mich auch persönlich: Mein Vorfahre Hans Heinrich Redlhammer war der persönliche Referent von Friedensnobelpreisträger Gustav Stresemann, direkt dabei als die Locarno-Verträge verhandelt wurden.

Die Macht der Bilder

Bilder zeigen nicht nur Wirklichkeit. Sie formen sie.
In dieser Folge des Denkraums geht Georg Redlhammer einer alten und zugleich hochaktuellen Frage nach: Wer kontrolliert das Sichtbare und was macht diese Macht mit unserem Verhältnis zur Wahrheit?
Die Reise beginnt in der Antike bei Julius Cäsar und Augustus, deren Porträts weit mehr waren als bloße Abbilder. Schon damals waren Bilder Werkzeuge der Herrschaft, der Wiedererkennbarkeit und der Kontrolle. Von dort führt die Folge in die Gegenwart, in eine fragmentierte Medienwelt, in der wir oft nicht mehr Institutionen vertrauen, sondern Gesichtern, Creatorn und digitalen Persönlichkeiten.
Im Zentrum steht die Frage, was passiert, wenn Gesichter nicht mehr echt sein müssen, um glaubwürdig zu wirken. KI generierte Bilder können inzwischen nicht nur täuschen, sondern oft sogar vertrauenswürdiger erscheinen als reale Menschen. Damit entsteht ein doppeltes Problem: Fälschungen werden überzeugender und zugleich verliert auch das Echte an Beweiskraft. Genau hier setzt die Folge an. Sie spricht über Deepfakes, die Dividende des Lügners und über technische Versuche, mit Herkunftsnachweisen und digitalen Wasserzeichen wieder Vertrauen herzustellen.
Am Ende bleibt eine offene, unbequeme Frage: Retten uns diese Technologien vor der Täuschung oder schaffen sie nur neue Formen der Kontrolle? Eine Folge über Macht, Wahrnehmung, Inszenierung und darüber, warum wir lernen müssen, trotz aller Bilder weiterzudenken.

Die Macht von Geschichten

Warum bleiben uns manche Geschichten im Kopf, während selbst gute Fakten oft folgenlos bleiben? In dieser Folge von Denkraum geht Georg Redlhammer der Frage nach, warum Storytelling in Psychologie, Marketing, Journalismus und Politik so wirksam ist. Es geht um Narrative, emotionale Wirkung, Markenkommunikation, Automobilwerbung und politische Erzählungen am Beispiel Donald Trump. Eine Analyse über die Macht von Geschichten, über die Grenze zwischen Erklärung und Manipulation und über die Frage, ob sich heute oft nicht das Wahre, sondern das besser Erzählte durchsetzt.

Late Night, CNN und Fake News

In den USA verschiebt sich gerade etwas im Mediensystem.
Stephen Colberts „Late Show“ endet im Mai. Jimmy Kimmel wurde zwischenzeitlich aus dem Programm genommen und später verlängert. Seth Meyers wird öffentlich vom Präsidenten attackiert. Jon Stewart kritisiert das Mediensystem selbst. Und CNN steht seit Jahren im Zentrum des Vorwurfs der „Fake News“.
Was passiert hier wirklich?

In dieser Folge von DER DENKRAUM analysiert Georg Redlhammer die aktuellen Entwicklungen im amerikanischen Medienmarkt. Im Fokus stehen Late-Night-Shows, politische Satire, öffentliche Angriffe auf Journalisten und der wirtschaftliche Druck auf klassische Fernsehsender.

Die zentrale Frage lautet:
Handelt es sich um einen normalen wirtschaftlichen Strukturwandel des Fernsehens – oder um eine neue Spannung zwischen politischer Macht, Medien und Öffentlichkeit?
Redlhammer bringt dabei auch eine persönliche Perspektive ein. In den 1990er-Jahren absolvierte er eine Ausbildung bei CNN in Atlanta und kennt die Arbeitsweise von Newsrooms aus eigener Erfahrung.

Die Folge verbindet eine faktenbasierte Analyse mit einer selbstkritischen Reflexion über Medienkonsum, Wahrnehmung und Informationsblasen.
Am Ende bleibt bewusst keine einfache Antwort.

Sondern eine offene Frage:
Was passiert mit einer Demokratie, wenn Vertrauen in Medien, Politik und Öffentlichkeit gleichzeitig unter Druck geraten?

KI in der Schule

Überall in Europa ringen Bildungssysteme mit derselben Frage:
Wie verändert Künstliche Intelligenz unsere Schulen?
In dieser Folge von „Der Denkraum“ analysiere ich gemeinsam mit NotebookLM die aktuellen Strategien in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Schweden und Österreich.
Deutschland reformiert Prüfungen und bewertet künftig stärker den Lernprozess.
Die Schweiz setzt auf Eigenverantwortung – KI als E-Bike, nicht als Autopilot.
Frankreich reguliert streng nach Altersstufen.
Schweden zeigt die Unsicherheit im Klassenzimmer.
Und Österreich?
Wir diskutieren über eine Stunde Latein.
Doch die eigentliche Frage lautet nicht, welches Fach gekürzt wird.
Die eigentliche Frage lautet:
Wie definieren wir Lernen neu in einer Welt, in der Maschinen Wissen liefern?
Ich unterrichte selbst und merke: Curricula altern schneller als je zuvor.
Deshalb formuliere ich einen konkreten Vorschlag für Österreich:
– Ein verpflichtender jährlicher KI-Basistag ab der 8. Schulstufe
– Integration von KI als Werkzeug in allen Fächern
– Qualifizierungsprogramme für Lehrkräfte
– Einbeziehung der Eltern
– Neue Formen der Leistungsbewertung
Am Ende geht es nicht um Technik.
Es geht um Urteilskraft, Verantwortung und die Fähigkeit, ohne KI weiterdenken zu können.
Ein Satz von Konrad Paul Liessmann bildet den Prüfstein dieser Folge:
„Verwende KI nur nach derjenigen Maxime, die jederzeit auch zur Grundlage eines Weiterdenkens ohne KI gemacht werden kann.“
Diese Folge ist eine Einladung zum Mitdenken.
Was übersehen wir?
Wo liegen wir falsch?

Autonamen - Kampf der Kulturen

Warum heißt Audi eigentlich Audi? Was bedeutet Volvo wirklich? Und warum tragen chinesische Automarken wie Geely, NIO oder BYD Namen, die Zukunft, Glück oder Vision versprechen? In dieser Folge von Denkraum analysiere ich die Herkunft europäischer Automarken und die Bedeutung neuer chinesischer Marken. Es geht um mehr als Etymologie. Es geht um kulturelle Selbstbilder, Markenstrategie, wirtschaftliche Machtverschiebung und die Frage, welche Erzählung heute stärker wirkt: Tradition oder Zukunft.