DER DENKRAUM

DER DENKRAUM

Macht, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im KI Zeitalter

Wem vertrauen wir noch?

Wem vertrauen wir noch?

Dieser Denkraum bringt die Podiumsdiskussion vom AI next Symposium am 15. April 2026 in Linz, das ich mitinitiiert und erdacht habe, in voller Länge. Vier Stimmen, eine Stunde, moderiert von Claudia Reiterer. Konrad Paul Liessmann konfrontiert die KI-Euphorie mit unbequemen Fragen. Tarek Leitner zeigt, was generative KI mit Wahrheit und Bildjournalismus macht. Roland Pucher berichtet aus der Cyber-Security-Praxis, was Deepfakes für Justiz und Strafverfolgung bedeuten. Rene Riedel widerspricht Liessmanns Vertrauensbegriff offen und argumentiert für Vertrauen auch gegenüber digitaler Technologie. Verhandelt werden die harten Fragen unserer Zeit. Wem vertrauen wir noch, wer trägt Verantwortung, wenn eine KI entscheidet, was passiert mit Demokratie, wenn ein Avatar im Ministerrat sitzt, und warum erschüttern uns Deepfakes, obwohl Herrscherporträts seit Jahrhunderten die Wirklichkeit umdeuten. Du hörst die Diskussion ungekürzt.

Geld, Macht, Standort

Diese folge des Denkraum bringt die Wirtschaftspodiumsdiskussion vom AI next Symposium am 15. April 2026 in Linz, das ich mitinitiiert und erdacht habe, in voller Länge. Fünf Stimmen, eine Stunde, moderiert von Claudia Reiterer. Alexander Pröll, Staatssekretär für Digitalisierung im Bundeskanzleramt. Sepp Hochreiter, KI-Forscher in Linz und Mitgründer von NXAI, der live erklärt, warum sein neues Modell in den USA bereits am Markt ist und in Europa nicht. Doris Lippert, die Frau hinter der KI-Landkarte für Österreich. Christoph Knogler, CEO von KEBA und Co-Leiter der KI-Taskforce der Industriellenvereinigung. Manuel Moser von Cancom. Diesmal geht es nicht um Philosophie, sondern um Geld, Macht und Standort. Verhandelt werden AI Act und Innovation, Talentabwanderung, digitale Souveränität im Vergaberecht, Risikokapital, Rechenzentren, Energieverbrauch und die europäische Fehlerkultur. Am Ende die Frage, welche Entscheidung Du niemals einer KI überlassen würdest. Du hörst die Diskussion ungekürzt.

Kann KI aus Linz Europas Wirtschaft retten?

Sepp Hochreiter hat beim von mir mitinitiierten und erdachten AI next Symposium am 15. April 2026 in Linz eine Frage gestellt, die weit über Technologie hinausgeht. Kann KI, entwickelt in Linz, den europäischen Wirtschaftsstandort sichern und stärken? Hochreiter ist Vorstand des Instituts für Machine Learning an der JKU Linz, Miterfinder des LSTM und Mitgründer des Linzer KI-Unternehmens NXAI. Er verbindet Grundlagenforschung mit der Realität in Industrie und Wirtschaft. In seiner Keynote geht es um Produktivität, Wertschöpfung und Verantwortung. Wo schafft KI echten wirtschaftlichen Nutzen, wo sind Erwartungen überzogen, welche Entscheidungen müssen jetzt fallen. Keine Heilsversprechen, sondern ein klarer, analytischer Blick auf das, was möglich ist und was nicht. Du hörst die Keynote ungekürzt.

Mensch sein im Zeitalter der KI

Einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart im deutschsprachigen Raum, Konrad Paul Liessmann hat beim AI next Symposium am 15. April 2026 in Linz einen Vortrag gehalten, der die KI Euphorie nicht schont. Du hörst diese Folge ungekürzt. Liessmann hält einen unbequemen Spiegel vor. Nicht die Maschine ist das Problem, sondern der Mensch, der bereitwillig aufhört, selbst zu denken. Eine Maschine verarbeitet Wissen, sie versteht nichts, trägt keine Verantwortung, kennt keinen Zweifel. Wer ihr Urteilskraft zuschreibt, macht das eigene Denken zur Nebensache. Moderiert wurde der Tag von Claudia Reiterer. Sie eröffnet mit einer Metapher, die ich für die Urteilskraft der KI entwickelt habe, der Trump Tower Aufzugsillusion. Im Zeitalter der KI entscheidet sich Menschsein nicht an Rechenleistung, sondern daran, ob wir Denken, Verantwortung und Sinn weiterhin selbst übernehmen oder bequem delegieren.

Warum KI lügt, ohne es zu wissen

Ein Bekannter hat ChatGPT zweimal ausprobiert, zweimal Falsches bekommen und KI komplett abgeschrieben. Verständlich, aber der falsche Schluss. In dieser Folge schauen wir uns an, was hinter den sogenannten Halluzinationen steckt, warum Sprachmodelle keine denkenden Maschinen sind und was die aktuelle Forschung von Stanford und KPMG über unser Vertrauen in diese Systeme sagt. Spoiler: 66% nutzen KI regelmäßig, aber nur 46% vertrauen ihr. Und mehr als die Hälfte prüft die Ergebnisse nicht. Wir reden darüber, warum KI bei Jura fast 90% Fehlerquote hat, bei Zusammenfassungen aber unter 2% liegt, und was das für deinen Umgang mit diesen Tools bedeutet.

Was Macht mit Menschen macht

Macht verändert das Gehirn. Das ist keine Metapher, das ist Neurowissenschaft. Dacher Keltner hat an der UC Berkeley 20 Jahre lang erforscht, was passiert, wenn Menschen Macht bekommen: Die Spiegelneuronen, die für Empathie zuständig sind, werden messbar gedämpft. Wir steigen auf, weil wir zuhören, verstehen, Allianzen bilden. Und sobald wir oben ankommen, verlieren wir genau diese Fähigkeiten. In dieser Folge zieht Georg Redlhammer eine Linie von Machiavellis "Der Fürst" aus dem Jahr 1513 über das Power Paradox der modernen Hirnforschung bis zu konkreten Fällen: die Chatprotokolle rund um Thomas Schmid und Sebastian Kurz, die Brucknerhaus Affäre um Klaus Luger in Linz, Udo Prokschs Club 45 im Hinterzimmer des Demel, und Trumps systematische Demontage von Kontrollinstanzen in den USA ab 2025. Das Muster ist immer dasselbe, egal ob Hinterzimmer oder Smartphone: Macht isoliert von der Realität. Und die Betroffenen merken es nicht. Im Denkraum stellt Georg am Ende die Frage, die wir bei Wahlen fast nie stellen: Nicht welche Regeln brauchen wir, sondern nach welchen Kriterien wählen wir die Menschen aus, denen wir Macht geben?

Krieg und Frieden

Drei Kriege toben 2026: Ukraine, Iran, Gaza. Aber wissen wir eigentlich, wie Frieden funktioniert? Ich schaue auf sechs Kriege der letzten 400 Jahre und finde sieben Prinzipien, die bestimmen, ob ein Frieden hält oder zerbricht. Vom Prager Fenstersturz 1618 bis zum Fall von Saigon 1975. Dieses Thema ist für mich auch persönlich: Mein Vorfahre Hans Heinrich Redlhammer war der persönliche Referent von Friedensnobelpreisträger Gustav Stresemann, direkt dabei als die Locarno-Verträge verhandelt wurden.

Die Macht der Bilder

Bilder zeigen nicht nur Wirklichkeit. Sie formen sie.
In dieser Folge des Denkraums geht Georg Redlhammer einer alten und zugleich hochaktuellen Frage nach: Wer kontrolliert das Sichtbare und was macht diese Macht mit unserem Verhältnis zur Wahrheit?
Die Reise beginnt in der Antike bei Julius Cäsar und Augustus, deren Porträts weit mehr waren als bloße Abbilder. Schon damals waren Bilder Werkzeuge der Herrschaft, der Wiedererkennbarkeit und der Kontrolle. Von dort führt die Folge in die Gegenwart, in eine fragmentierte Medienwelt, in der wir oft nicht mehr Institutionen vertrauen, sondern Gesichtern, Creatorn und digitalen Persönlichkeiten.
Im Zentrum steht die Frage, was passiert, wenn Gesichter nicht mehr echt sein müssen, um glaubwürdig zu wirken. KI generierte Bilder können inzwischen nicht nur täuschen, sondern oft sogar vertrauenswürdiger erscheinen als reale Menschen. Damit entsteht ein doppeltes Problem: Fälschungen werden überzeugender und zugleich verliert auch das Echte an Beweiskraft. Genau hier setzt die Folge an. Sie spricht über Deepfakes, die Dividende des Lügners und über technische Versuche, mit Herkunftsnachweisen und digitalen Wasserzeichen wieder Vertrauen herzustellen.
Am Ende bleibt eine offene, unbequeme Frage: Retten uns diese Technologien vor der Täuschung oder schaffen sie nur neue Formen der Kontrolle? Eine Folge über Macht, Wahrnehmung, Inszenierung und darüber, warum wir lernen müssen, trotz aller Bilder weiterzudenken.

Die Macht von Geschichten

Warum bleiben uns manche Geschichten im Kopf, während selbst gute Fakten oft folgenlos bleiben? In dieser Folge von Denkraum geht Georg Redlhammer der Frage nach, warum Storytelling in Psychologie, Marketing, Journalismus und Politik so wirksam ist. Es geht um Narrative, emotionale Wirkung, Markenkommunikation, Automobilwerbung und politische Erzählungen am Beispiel Donald Trump. Eine Analyse über die Macht von Geschichten, über die Grenze zwischen Erklärung und Manipulation und über die Frage, ob sich heute oft nicht das Wahre, sondern das besser Erzählte durchsetzt.

Late Night, CNN und Fake News

In den USA verschiebt sich gerade etwas im Mediensystem.
Stephen Colberts „Late Show“ endet im Mai. Jimmy Kimmel wurde zwischenzeitlich aus dem Programm genommen und später verlängert. Seth Meyers wird öffentlich vom Präsidenten attackiert. Jon Stewart kritisiert das Mediensystem selbst. Und CNN steht seit Jahren im Zentrum des Vorwurfs der „Fake News“.
Was passiert hier wirklich?

In dieser Folge von DER DENKRAUM analysiert Georg Redlhammer die aktuellen Entwicklungen im amerikanischen Medienmarkt. Im Fokus stehen Late-Night-Shows, politische Satire, öffentliche Angriffe auf Journalisten und der wirtschaftliche Druck auf klassische Fernsehsender.

Die zentrale Frage lautet:
Handelt es sich um einen normalen wirtschaftlichen Strukturwandel des Fernsehens – oder um eine neue Spannung zwischen politischer Macht, Medien und Öffentlichkeit?
Redlhammer bringt dabei auch eine persönliche Perspektive ein. In den 1990er-Jahren absolvierte er eine Ausbildung bei CNN in Atlanta und kennt die Arbeitsweise von Newsrooms aus eigener Erfahrung.

Die Folge verbindet eine faktenbasierte Analyse mit einer selbstkritischen Reflexion über Medienkonsum, Wahrnehmung und Informationsblasen.
Am Ende bleibt bewusst keine einfache Antwort.

Sondern eine offene Frage:
Was passiert mit einer Demokratie, wenn Vertrauen in Medien, Politik und Öffentlichkeit gleichzeitig unter Druck geraten?