DER DENKRAUM

DER DENKRAUM

Macht, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im KI Zeitalter

CHIP UND AUGE

CHIP UND AUGE

Ein Footballspieler trägt zwei Funksender in den Schulterpolstern. Ein Basketballspieler trägt nichts, ihn filmen Kameras in 3D. Zwei Wege, einen Menschen in Daten zu verwandeln. Diese Folge führt die Datenfrage aus Tango und Cash nach Amerika. Wer misst, wer rechnet, und wem gehört am Ende der vermessene Körper? Die Überraschung: Der Profi ist oft besser geschützt als du.

TANGO & CASH

Córdoba 1978, der Tango, ein Bub vor dem Radio. Von dort zu einem Ball, der heute 500 Mal pro Sekunde misst. Diese Folge erzählt den Fußball vom Spielgerät her. Vom Leder zum Sensor, vom Sportartikel zur Geldmaschine. Welche Daten von. Fussballern erhoben und gemessen werden. Und sie stellt die unbequeme Frage. Wem gehören die Daten, wenn am Ende sogar der Mensch vermessen wird?

DER MENSCH, KI UND ICH

Ich bin 1966 geboren. Analog aufgewachsen. Heute, sechzig Jahre alt, sitze ich vor einem Modell, das in drei Sekunden weiß, was ich in einer halben Stunde recherchiert hätte. In dieser Folge ordne ich ein, was ich in den letzten zwei Folgen aus fünf Stimmen gehört habe. Wo ich Leo XIV. zustimme. Wo ich widerspreche. Drei eigene Maximen für den Umgang mit künstlicher Intelligenz. Und eine bewusste Provokation. 1633 stand Galileo Galilei vor der Inquisition. Wenn ein Kirchenoberhaupt 2026 eine Verlangsamung der KI fordert, entbehrt das nicht einer gewissen Ironie. Am Schluss die ehrlichen Antworten auf zwei Fragen, die ich in den letzten Folgen offen gelassen habe. Bin ich Verbündeter oder Mittäter. Warum höre ich überhaupt zu. Folge drei und Abschluss der Trilogie.

DiE WELT, KI UND ICH

Am 30. April 2026 saßen in einem geschlossenen Raum in Manhattan Manager von OpenAI und Anthropic. Ihnen gegenüber sieben religiöse Vertreter. Auf dem Tisch lag eine Frage. Wie soll künstliche Intelligenz sich verhalten. In dieser Folge stelle ich vier Männer vor, die zur KI sprechen und auf die viele hören. Bartholomäus I. von Konstantinopel mit seiner Warnung vor der Robotokratie. Kirill von Moskau mit der Forderung nach einer orthodoxen KI. Ahmed al-Tayyeb von Al-Azhar mit dem Dialog mit dem Vatikan. Und der vierzehnte Dalai Lama mit Mitgefühl als Bedingung für Technik. Am Schluss zurück nach New York, zum Faith-AI Covenant, und zu der Frage, ob diese Männer miteinander sprechen oder ob sie gerade einzeln eingekauft werden. Folge zwei einer Trilogie.

DER PAPST, KI UND ICH

Am 15. Mai 2026 hat Papst Leo XIV. seine erste Sozialenzyklika unterzeichnet. Magnifica Humanitas, vierundvierzig Seiten, zweihundertfünfundvierzig Absätze. Mich interessiert dieser Text nicht aus Glaubensgründen. Mich interessiert er, weil ein Mann ihn unterzeichnet hat, dessen Wort eine Komma vier Milliarden Menschen erreicht. Und weil er Sätze schreibt, die scharf sind. Über die Arbeit. Über die neue Sklaverei in den Datenfabriken. Über autonome Waffen. In dieser Folge stelle ich die drei härtesten Stellen vor. Aber ich nicke nicht. Ich zeige drei innere Widersprüche der Enzyklika auf. Und ich lasse eine Frage offen, die mich selbst betrifft. Bin ich Verbündeter dieses Tempos, oder Mittäter. Folge eins einer Trilogie

KI infiltriert die Medien

Tarek Leitner hat beim von mir mitinitiierten und erdachten AI next Symposium am 15. April 2026 in Linz eine der unbequemsten Fragen unserer Zeit ins Zentrum gestellt. Was können wir noch glauben, wenn Texte, Bilder und Videos täuschend echt generiert werden, wenn Manipulation nicht mehr auffällt, sondern sich nahtlos in den Nachrichtenfluss einfügt. Tarek Leitner zeigt, wie KI Medien verändert, wie Desinformation funktioniert und warum journalistische Verantwortung unter völlig neuen Bedingungen steht. Es geht nicht nur darum, was technisch möglich ist, sondern darum, welche Fragen wir stellen müssen, um Wahrheit von Inszenierung zu unterscheiden. Wie erkennen wir Glaubwürdigkeit neu, welche Rolle spielen Redaktionen, Plattformen und wir selbst als Publikum. Kein Alarmismus, sondern eine Einladung zur kritischen Medienmündigkeit im Zeitalter künstlicher Intelligenz.

Wem vertrauen wir noch?

Dieser Denkraum bringt die Podiumsdiskussion vom AI next Symposium am 15. April 2026 in Linz, das ich mitinitiiert und erdacht habe, in voller Länge. Vier Stimmen, eine Stunde, moderiert von Claudia Reiterer. Konrad Paul Liessmann konfrontiert die KI-Euphorie mit unbequemen Fragen. Tarek Leitner zeigt, was generative KI mit Wahrheit und Bildjournalismus macht. Roland Pucher berichtet aus der Cyber-Security-Praxis, was Deepfakes für Justiz und Strafverfolgung bedeuten. Rene Riedel widerspricht Liessmanns Vertrauensbegriff offen und argumentiert für Vertrauen auch gegenüber digitaler Technologie. Verhandelt werden die harten Fragen unserer Zeit. Wem vertrauen wir noch, wer trägt Verantwortung, wenn eine KI entscheidet, was passiert mit Demokratie, wenn ein Avatar im Ministerrat sitzt, und warum erschüttern uns Deepfakes, obwohl Herrscherporträts seit Jahrhunderten die Wirklichkeit umdeuten. Du hörst die Diskussion ungekürzt.

Geld, Macht, Standort

Diese folge des Denkraum bringt die Wirtschaftspodiumsdiskussion vom AI next Symposium am 15. April 2026 in Linz, das ich mitinitiiert und erdacht habe, in voller Länge. Fünf Stimmen, eine Stunde, moderiert von Claudia Reiterer. Alexander Pröll, Staatssekretär für Digitalisierung im Bundeskanzleramt. Sepp Hochreiter, KI-Forscher in Linz und Mitgründer von NXAI, der live erklärt, warum sein neues Modell in den USA bereits am Markt ist und in Europa nicht. Doris Lippert, die Frau hinter der KI-Landkarte für Österreich. Christoph Knogler, CEO von KEBA und Co-Leiter der KI-Taskforce der Industriellenvereinigung. Manuel Moser von Cancom. Diesmal geht es nicht um Philosophie, sondern um Geld, Macht und Standort. Verhandelt werden AI Act und Innovation, Talentabwanderung, digitale Souveränität im Vergaberecht, Risikokapital, Rechenzentren, Energieverbrauch und die europäische Fehlerkultur. Am Ende die Frage, welche Entscheidung Du niemals einer KI überlassen würdest. Du hörst die Diskussion ungekürzt.

Kann KI aus Linz Europas Wirtschaft retten?

Sepp Hochreiter hat beim von mir mitinitiierten und erdachten AI next Symposium am 15. April 2026 in Linz eine Frage gestellt, die weit über Technologie hinausgeht. Kann KI, entwickelt in Linz, den europäischen Wirtschaftsstandort sichern und stärken? Hochreiter ist Vorstand des Instituts für Machine Learning an der JKU Linz, Miterfinder des LSTM und Mitgründer des Linzer KI-Unternehmens NXAI. Er verbindet Grundlagenforschung mit der Realität in Industrie und Wirtschaft. In seiner Keynote geht es um Produktivität, Wertschöpfung und Verantwortung. Wo schafft KI echten wirtschaftlichen Nutzen, wo sind Erwartungen überzogen, welche Entscheidungen müssen jetzt fallen. Keine Heilsversprechen, sondern ein klarer, analytischer Blick auf das, was möglich ist und was nicht. Du hörst die Keynote ungekürzt.

Mensch sein im Zeitalter der KI

Einer der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart im deutschsprachigen Raum, Konrad Paul Liessmann hat beim AI next Symposium am 15. April 2026 in Linz einen Vortrag gehalten, der die KI Euphorie nicht schont. Du hörst diese Folge ungekürzt. Liessmann hält einen unbequemen Spiegel vor. Nicht die Maschine ist das Problem, sondern der Mensch, der bereitwillig aufhört, selbst zu denken. Eine Maschine verarbeitet Wissen, sie versteht nichts, trägt keine Verantwortung, kennt keinen Zweifel. Wer ihr Urteilskraft zuschreibt, macht das eigene Denken zur Nebensache. Moderiert wurde der Tag von Claudia Reiterer. Sie eröffnet mit einer Metapher, die ich für die Urteilskraft der KI entwickelt habe, der Trump Tower Aufzugsillusion. Im Zeitalter der KI entscheidet sich Menschsein nicht an Rechenleistung, sondern daran, ob wir Denken, Verantwortung und Sinn weiterhin selbst übernehmen oder bequem delegieren.