DER DENKRAUM

DER DENKRAUM

Macht, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im KI Zeitalter

Transkript

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00:00:00: Cordoba.

00:00:05: Ein Bub sitzt vor dem Radio zwölf Jahre alt, dann die siebelnachtzigste Minute.

00:00:10: Hans Krankel zieht ab drei zu zweit gegen Deutschland und Eddie Fingerschreide ins Mikrofon ivernarisch.

00:00:19: Österreich schlägt den amtierenden Weltmeister.

00:00:22: Der Bub war ich Und auf dem Rasen rollte ein Ball Den ich von diesem Tag an haben wollte Schwarze Kreise Auf Weiß.

00:00:30: Sein Name war Tango.

00:00:33: Und gleich ein Fanfekt, was du heute als den legendären Kordoba-Moment kennst.

00:00:38: Bild und Ton in einem gab es so nie!

00:00:41: Der ORF zeigte Spiel live im Fernsehen kommentiert von Robert Zieger.

00:00:46: Die Radioreportage sprach Eddie Finger.

00:00:49: sein ivernarisch kam aus dem Radio nicht aus dem Fernseher.

00:00:55: Was wir heute sehen ist eine spätere Montage Das Stummerfernsehbild Und darüber Eddie Fingers Radio-Ton.

00:01:03: Fake News mit Augenzwinkern!

00:01:06: Die Reportage war so gut, dass sie das Bild übernommen hat.

00:01:10: Schon viele Österreicher machten das an diesem Abend selbst.

00:01:14: Fernseht nun runter Radio auf der Kommentar oder später stärker als das Spiel.

00:01:22: Herzlich Willkommen im Denkraum.

00:01:25: Mein Name ist Georg Redelhammer.

00:01:28: Heute geht es um Fußball Aber nicht um die großen Namen, es geht um den Ball selbst und das Spielgerät.

00:01:36: Um ein Stück Leder, das zur Marke wurde Dann zum Maschine Und zuletzt zum Messingsumment Um einen Ball der mitschreibt Und um die Frage Wem das nützt?

00:01:48: Und welche Rolle Die KI hier spielt.

00:01:53: Der Titel der Folge Tango & Cash.

00:01:56: Tango für den Ball Für das erste Spielgeräte seiner Art Cash für das, was daraus wurde.

00:02:03: Eine Geldmaschine!

00:02:06: Der Tango war der Ball der WM- in Argentinien.

00:02:11: Technisch war er ein klassischer Lederball.

00:02:15: Zweiunddreißig handgenähte Stücke eine Beschichtung gegen Messe.

00:02:20: Das Besondere lag im Bild.

00:02:22: Adidas druckte auf zwanzig der Flächen geschwungene schwarze Dreiergruppen.

00:02:29: über die Nähte hinweg Fügten sie sich für das Auge zu zwölf gleichen Kreisen.

00:02:35: Du saßt einen Ball voller Kreise, obwohl kein einziger Kreis auf einer Fläche stand – eine optische Täuschung perfekt gemacht!

00:02:45: Aber der eigentliche Bruch lag schon acht Jahre davor.

00:02:50: Bis neunzehntelzebzig stellte das Gastgeberland den Ball mit teils absurden Folgen.

00:02:57: Im allerersten WM-Finale in der Weltmeisterschaft in Uruguay spielten beide Mannschaften je eine Halbzeit mit einem anderen Ball, weil sich Argentinien und Uruguaj nicht einigen konnten.

00:03:13: In den Neunzehnten bei der WM in Mexiko übernahm Adidas.

00:03:18: Der erste WM Ball der Firma hieß Telstar Schwarz-Weiß damit man ihn im Fernsehen sah.

00:03:26: Und hier beginnt das Modell, dass uns die ganze Folge begleitet.

00:03:31: Für das Turnier brauchte man rund zwanzig Spielbälle.

00:03:35: Verkauft wurden danach geschätzt sechshundert Tausend Repliken.

00:03:39: Der Ball im Stadion ist die Bühne verdient wird ihm regal.

00:03:45: Warum gerade der Tango so ikonisch wurde hat einen nüchternen Grund.

00:03:50: Adidas baute die folgenden fünf M-Belle bis zur WM in Frankreich auf demselben Muster auf.

00:03:59: Über zwanzig Jahre prägte ein einziges Design das Bild der Weltmeisterschaft.

00:04:06: Das schreibt sich ins Gedächtnis einer ganzen Generation ein.

00:04:10: Ich bin Jahrgang, analog aufgewachsen.

00:04:13: Für mich ist der Ball kein Produkt, er ist eine Erinnerung.

00:04:18: Gefühlt wollte jeder junge Fußballer den Tango haben!

00:04:23: Belastbare Zahlen zu verkauften Tango-Bellen von neunzehn achtund siebzig habe ich nicht gefunden.

00:04:29: Die Ikone trägt sich über das Design, nicht über die Statistik.

00:04:36: Jetzt wird es technisch und das ist der Kern!

00:04:38: Ein Ball ist nicht nur ein Spielgerät er ist ein Fluggerät und seine Nähte entscheiden über seine Bahn.

00:04:47: Solange ein Ball aus zweiunddreißig genähten Flächen bestand war seine Flugbahn berechenbar.

00:04:54: Viele Nähte erzeugten viele kleine Verwirbelungen.

00:04:59: Diese Rauheit hält die Luft länger am Ball und macht den Flug stabil.

00:05:04: Je glatter ein Ball, desto launischer wird er bei hohem Tempo.

00:05:10: Adidas hat die Zahl der Flächen über die Jahre gesenkt.

00:05:14: Der Teen-Geist – der Ball der WM in Deutschland – hatte vierzehn Flächen erstmals verklebt statt genäht.

00:05:26: Der Jabulani, der Ball der WM in Südafrika nur noch acht und dann kam die Lehrstunde.

00:05:35: Der Jabulanin Südafrika wurde zum berüchtigsten Ball der VM-Geschichte.

00:05:41: Acht Glatte verklebte Flächen eine besondere Textur.

00:05:46: das machte ihn anfällig für den sogenannten Nackelbrull Effekt.

00:05:50: Er entsteht wenn ein Ball fast ohne Eigentrehung fliegt.

00:05:55: Dann entscheiden winzige Unterschiede an der Oberfläche, wie die Luft abreißt und der Ball flattert unvorhersehbar.

00:06:03: Das war so auffällig dass die Nase den Ball untersuchte.

00:06:06: Ihr Ergebnis?

00:06:08: Der glatte Ciabulani flatterte am stärksten bei rund achtzig Stundenkilometern also genau im Tempo vieler Torschüsse und langer Pässe.

00:06:17: Torhüter verzweifelten!

00:06:20: Adidas stopptet die Produktion nach kurzer Zeit.

00:06:24: Übrigens, den angeblich schlechtesten Ball der WM-Geschichte haben die Spanier am besten gezähmt.

00:06:30: Sie wurden Zwei-Tonzehen Weltmeister.

00:06:33: Torhüter des Torniers wurde dann auch Spaniens Torhütte Ica Casillas, der nur zwei Gegentore zugelassen hatte.

00:06:40: Er hatte das beste Gefühl für ihre Flugbahn des Gerätes.

00:06:44: Der Torschutzenkönig wurde mit fünf Treffern der Deutsche Thomas Müller.

00:06:49: Und hier die kritische Gegenfrage, die zu dieser Folge gehört War der Giabolani physikalisch schlecht oder trafen Profis nur auf einen ungewohnten Ball, den sie zu spät in die Hände bekamen?

00:07:03: Beides.

00:07:04: Die NASA belegt ein reales Flugverhalten – die kurze Eingewöhnung verstärkte den Frust.

00:07:11: An dieser Stelle prallt Marketing-Logik auf Physik.

00:07:15: Ein Ball, der maximal modern und glatt sein soll kann sportlich nach hinten losgehen.

00:07:22: was viele für eine schöne Geschichte halten Stimmt aber nicht.

00:07:25: Nämlich, dass die Flächen seit ja immer weniger wurden!

00:07:29: Der Brazuka – der Ball der WM in Brazilien – hatte sechs Flächen ruhiger im Flug.

00:07:37: Der Telster Achtzehn – der ball der Wm in Russland – wieder sechs.

00:07:44: Aber der Al-Rila – der Bahl der WL in Katar stieg auf zwanzig Flächen.

00:07:52: Zwölf größere und acht kleinere, mit einer texturierten Oberfläche für mehr Flugstabilität.

00:08:01: Erst der Trionda – der Ball der WM-Kanada und Mexiko – bringt den Sprung nach unten auf vier.

00:08:11: Er hat die wenigsten Flächen, die je ein WM Ball hatte.

00:08:14: heißt Adidas senkt die Zahlen nicht aus Prinzip sie folgt dem aerodynamischen Ziel.

00:08:22: Parallel zur Aerodynamik läuft die Materialgeschichte.

00:08:27: Der Azteca, der Ball der WM in Mexiko, war der erste vollzyntetische WM-Ball – kein Ledermeer das sich mit Wasser vollsaugt!

00:08:38: Beim Teamgeist des WMs in Deutschland ersetzte das Verkleben das Nähen.

00:08:44: Der Ball blieb über den Spiel hinweg gleich schwer.

00:08:49: Dann wurde es digital.

00:08:52: Und hier eine Unterscheidung, die fast immer verwischt wird.

00:08:55: Der Telster-Achzen der Ball der WM in Russland bekam einen NFC Chip aber der diente nur dazu das Käufer mit dem Handy und den Ball reden konnten.

00:09:08: Im Spiel hat dieser Chip nichts gemessen.

00:09:11: Ein Marketingfeature kein Schiedsrichterwerkzeug.

00:09:22: Zum ersten Mal steckte ein Bewegungssensor im Zentrum des Balls, eine sogenannte IMU.

00:09:29: Sie misst fünfhundertmal pro Sekunde – ein eigenes Aufhängungssystem hält den Sensoren der Mitte ohne das Spielgefühl zu verändern!

00:09:39: Die Daten gehen in Echtzeit an die Videoshitzrichter.

00:09:43: Geladen wird per Induktion.

00:09:46: Entwickelt hat das Adidas mit dem München Unternehmen Ginexon.

00:09:51: Der Trionda, der Ball der WM-KLV M-Klv XXVI trägt den selben Sensor weiter.

00:09:58: Der Ball misst sich selbst – das Spielgerät ist zum Messinstrument geworden!

00:10:05: Jetzt zum Cache.

00:10:08: Adidas und die FIFA sind seit neunzehnten siebzig Partnern.

00:10:12: Zwanzig dreizehn haben beide in dem Vertrag bis zwanzig dreißig verlängert.

00:10:17: Adidas hält damit die Rechte am offiziellen Spielball und vieles mehr.

00:10:23: Brancheschätzungen sprachen von über einer Milliarde US-Dollar, die Adidas der FIFA dafür bezahlt.

00:10:31: Wichtig?

00:10:32: Das ist eine Schätzung keine bestätigte Vertragssumme!

00:10:37: Wo das Geld liegt zeigen die Zahlen der letzten Turniere.

00:10:41: Vom Jabulani, dem BaldewM-Zwz in Südafrika verkaufte Adidas rund dreizehn Millionen Bälle im offiziellen Design.

00:10:51: Dieser eine Ball brachte dem Konzern laut Berichten etwa sixhundertfünfzig Millionen Dollar Umsatz.

00:10:58: Beim Brasuker, den Ball der WM in Brasilien, waren es über vierzehn Millionen Bälle und Adidas meldete im selben Jahr einen Rekord im Fußball rund zwei Milliarden Euro Trikots eingerechnet.

00:11:14: Der echte Profiball kostete damals etwa Hundertsechzig Dollar.

00:11:18: einer Repliker begann bei rund dreizehn.

00:11:22: Der teure Ball ist die Bühne, der billige Ball ist das Volumen.

00:11:28: Und jetzt die Frage, die mich an dieser Folge am meisten reizt... Was passiert nach zwanzig dreißig?

00:11:34: Dann läuft der FIFA-Vertrag aus!

00:11:36: Wird die Partnerschaft mit Adidas weitergehen?

00:11:40: Eines lässt sich mit ruhigen Gewissen behaupten Die FIFA wird sich die Partnerships fürstlich bezahlen lassen.

00:11:47: Cash regiert den Fußball und damit auch den Ball.

00:11:52: Bleiben wir beim Sensor.

00:11:54: Fünfhundert Messungen pro Sekunde, das klingt nach einem Detail für Technikfans... Es ist aber der Anfang von etwas größerem!

00:12:04: Im Stadion misst nicht nur der Ball.

00:12:07: Über dem Spielfeld hängen zwölf Kameras.

00:12:10: Sie verfolgen bis zu neunundzwanzig Punkte an jedem einzelnen Spieler.

00:12:16: Fünftig Mal pro Sekunden Arme Beine Schultern Alles was für eine Abseitsentscheidung zählt, dazu der Ball mit seinen Fünfhundert Messungen.

00:12:28: Eine Maschine sieht jeden Moment des Spiels in Zahlen!

00:12:33: Du fragst zurecht wie das verarbeitet wird und welches KI-Modell da läuft?

00:12:39: Hier muss ich ehrlich sein es gibt kein Einzelnes öffentlich benanntes Modell keine Marke die man kennt.

00:12:46: Es ist eine Kombination aus Computervision also Bilderkennung dem Sensor im Ball und maschinell im Lernen, dass aus all dem die halbautomatische Abseitsentscheidung errechnet.

00:13:00: Betrieben wird das über ein Gemeinschaftsunternehmen der FIFA mit der Firma Hawk Eye.

00:13:06: Der Schiedsrichter bekommt einen Vorschlag Ein Mensch bestätigt ihn Noch.

00:13:12: Jetzt die unbequeme Frage Wem gehören diese Daten?

00:13:18: Adidas baut die Technik im Ball Die FIFA betreibt die Auswertung im Stadion, aber wem die Datenströme am Ende gehören?

00:13:27: Kann ich nicht bestätigen.

00:13:29: Und das ist kein Randthema!

00:13:30: Schon zwanzig-einundzwanzig haben rund achthundertfünfzig Pro für Fußballer in England unter dem Namen Project Red Card geklagt – ging die Verwertung ihrer Leistungsdaten durch Datenfirmen und Wettanbieter ohne ihre Zustimmung.

00:13:51: haben daraus eine Karte zu Spiel-Datenrechten aufgesetzt.

00:13:56: In den vergangenen Jahren startete FIFPRO sogar eine eigene Plattform, damit Spieler ihre Daten selbst verwalten und freigeben können.

00:14:07: Das zeigt hier ist ein Kampf im Gange – und er ist nicht entschieden!

00:14:13: Denn aus diesen Daten lässt sich viel mehr ablesen als ein Upside.

00:14:17: Wie hart trifft ein Spieler den Ball?

00:14:19: an welcher exakten Stelle des Fusses, wie oft und schnell mit welchem Effet.

00:14:25: Kombiniere das mit den Bewegungsdaten jedes Körpers und du hast ein Profil!

00:14:30: Ein Profil, dass den Marktwert eines Menschen beeinflusst.

00:14:34: Daten fließen längst in Transfers- und Vertragsverhandlungen ein.

00:14:40: Und dieses Vermessen geht weiter als die meisten Ahnen.

00:14:46: Bei der WM-Karriere Stehen ein-tausend zweihundert-achtundvierzig Spiele im Turnier.

00:14:53: Das sind achtundviertzig Mannschaften, mal sechsundzwanzig Spieler.

00:14:58: Jeder einzelne von ihnen wurde vorher in einem Ganzkörperscan vermessen – Ein Scan!

00:15:05: Eine Sekunde.

00:15:06: Ein exaktes dreidimensionales Modell des Spielers.

00:15:10: Gebaut werden diese Avatare für die FIFA vom Technikkonzern Lenovo.

00:15:16: Da steht offen in deren eigenen Mitteilungen.

00:15:20: Im Spiel laufen damit Zeitpartien gleichzeitig.

00:15:23: Die Echte auf dem Rasen und eine Digitale im Rechner, die zwölf Kameras verfolgen den neunundzwanzig Punkte jedes Körpers, fünfzig Mal pro Sekunde!

00:15:34: Der Ball funkt fünfhundert mal pro Sekunden dazu und aus alldem entsteht ein digitaler Zwilling des Spiels in Echtzeit einen Schattenmensch aus reinen Daten.

00:15:46: Und es kommt noch eine dritte Messung dazu Direkt am Körper.

00:15:52: Schraube den nächsten Großaufnahme genau hin.

00:15:55: Unter dem Trikot trägt fast jeder Profi ein enges schwarzes Shirt.

00:16:00: Das ist keine Unterwäsche.

00:16:02: Zwischen den Schulterblättern steckt ein Sensor Eine GPS-Weste.

00:16:08: Sie misst Laufweg, Topspeed, jeden Sprint jede Bremsung oft auch die Herzfrequenz.

00:16:15: Der Anbieter Catapult wirbt mit über tausend Datenpunkten pro Sekunde.

00:16:21: Firmen wie Catapult und Statsports rüsten halbe Nationalmannschaften damit aus, erlaubt ist das im Spiel seit twenty-fünfzehn.

00:16:32: Damit messen auf den Platz drei Systeme gleichzeitig.

00:16:37: der Ball misst sich selbst die Kameras messen die Bewegung und der Spieler trägt sein eigenes Messgerät am Leib.

00:16:45: Die Weste gehört meist dem Verein die Kamera und Balldaten dem Spielbetrieb.

00:16:52: Der Mensch in der Mitte wird von allen Seiten vermessen, und er besitzt am Ende oft am wenigsten davon.

00:16:59: Und jetzt verbindet das mit dem Cash!

00:17:02: Jedes WM-Spiel findet zweimal statt.

00:17:06: Einmal im Stadion eines Milliardärs... ...und einmal in der Cloud eines Milliards.

00:17:13: Das ist zugespitzt klar.

00:17:15: Aber die Frage dahinter ist ernst Wem gehörte digitale Zwilling von untausend zweihundert achtundvierzig Menschen?

00:17:24: Wer verdient an diesen Modellen heute und wie ein zehn Jahren.

00:17:29: Es ist schon faszinierend irgendwie, diese Avatare machen einen abseits sichtbar und Entscheidungen nachvollziehbar.

00:17:38: das ist ein Gewinn.

00:17:39: aber ein Scan der einen menschen in einer Sekunde zur Datei macht ist eben auch genau dass Eine Datei.

00:17:50: Sie lässt sich kopieren, auswärten und verkaufen!

00:17:53: Der Ball war der Anfang.

00:17:55: Inzwischen ist das Spiel selbst zum Spielgerät geworden... ...das Mitschreibt Und an diesem Punkt kippt das Bild.

00:18:05: Mir kommt die russische Boxer Ivan Drago Aus Rokifi in den Sinn.

00:18:11: Der vermessene Mensch an Kabeln Auf Werte reduziert eine Maschine aus Fleisch.

00:18:17: Wird der Fußballer zur Datenquelle?

00:18:20: Ein Mensch heruntergerechnet auf Leistung und Messwert.

00:18:25: Und jetzt die differenzierende Wendung, weil ich es mir nicht zu leicht machen will.

00:18:31: Die selbe Technik macht den Sport gerechter.

00:18:34: Falsche Abseits-Touare werden seltener, Entscheidungen schneller.

00:18:38: Das Werkzeug ist nicht böse.

00:18:41: Die Frage ist wer es hält und wofür.

00:18:46: ein Messgerät dass Fairness bringt kann, dass selbemäßigere sein.

00:18:51: Dass den Menschen vollständig erfasst.

00:18:53: Es kommt darauf an wer am Hebel sitzt.

00:18:58: Und hier muss ich auf mich selbst zeigen Der Fan in mir liebt das alles Die Zeitlupe die exakte Linie Den Beweis das der Treffer zählt.

00:19:08: Ich will diese Präzision.

00:19:10: Ich klatsche innerlich wenn die Maschine recht hat.

00:19:15: Gleichzeitig nutze ich KI jeden Tag.

00:19:19: Ich beschleunige genau das Tempo, dass ich hier hinterfrage.

00:19:23: Der Bub von neunzehn- altundsiebzig wollte den Tango wegen seiner Schönheit, seiner emotionalen Bedeutung.

00:19:31: Der Mann von heute sieht im Ball ein Messinstrument – beide bin ich!

00:19:37: Statt eines Urteils zwei knappe Maximen an denen ich mich selbst messe.

00:19:43: Erstens Die Daten sollen dem Spiel dienen nicht das Spiel den Daten.

00:19:50: Zweitens, jede Vermessung eines Menschen muss diesen Menschen gehören oder zumindest von ihm verantwortet werden.

00:19:59: und damit die zwei offenen Fragen, die ich dir mitgebe.

00:20:03: Wann wird aus dem Werkzeug das den Sport gerechter macht?

00:20:08: Ein Werkzeug dass den Menschen restlos vermisst!

00:20:13: Und wem würdest du die Daten deines eigenen Spiels anvertrauen?

00:20:17: der FIFA einem Konzern oder nur dir selbst.

00:20:23: Bis zum nächsten Mal im Denkraum!

00:20:27: In der nächsten Folge blicken wir in die USA und wir analysieren was bei NBA und NFL alles gemessen wird.

00:20:38: Wenn dir diese Folge etwas gegeben hat, teile sie.

00:20:41: Wenn du anderer Meinung bist schreibe mir.

00:20:45: Lass in jedem Fall deinen Denk-Raum.